Buntsandstein

251 Mio Jahre – 242 Mio Jahre vor heute

Zu Beginn der Trias lag das mitteleuropäische Becken knapp oberhalb des Meeresspiegels. Im Beckenzentrum bildeten sich große Binnenseen. Winde und Flüsse transportierten Sedimente heran und lagerten sie überall im mitteleuropäischen Becken ab. Zum Ende der Unteren Trias öffnete sich im Osten eine Verbindung mit dem Tethysmeer. Das mitteleuropäische Becken versank im Wasser. Zunächst drang dieses „Rötmeer“ nur ins heutige Polen und nach Norddeutschland vor. Unterfranken wurde nur gelegentlich überschwemmt. Ab den Rötquarzitschichten jedoch begann die vollständige Überflutung. Das Festland verwandelte sich in einen marinen Lebensraum, geprägt von Flachwasserzonen, Lagunen und Inseln.

Als das mitteleuropäische Becken noch vorwiegend festländisch geprägt war, gedieh an den Binnenseen eine artenarme, aber individuenreiche Flora von Schachtelhalmen Bärlappgewächsen und Koniferen. Landlebende Archosaurier – Vorläufer der Dinosaurier – machten hier Jagd auf Insekten, Gliederfüßer und kleinere Reptilien. Mit der Überflutung wanderte eine marine Fauna ein: Brachiopoden und vor allem anpassungsfähige Muschelarten besiedelten den Boden, während Fische und Fischsaurier Freiwasserzonen bewohnten. Verbliebene Inseln boten Lebensraum für Insekten.