Keuper

234 Mio Jahre – 200 Mio Jahre vor heute

Im oberen Ladinium vor etwa 229 Millionen Jahre kippte das mitteleuropäische Becken leicht nach Westen und Südwesten ab. Im Osten transportierten nun Flüsse Sedimentmaterial heran – Zeichen einer zunehmenden Verlandung. Mainfranken lag im Bereich einer schwankenden Küstenlinie und war wechselweise Überflutungszone oder Flussdelta. Erst im oberen Teil des mittleren Keupers überwogen in der Region terrestrische Verhältnisse. In verzweigten Flusssystemen lagerten sich nun massive Sandsteinkörper ab. Gewaltige Monsunregen verursachten Überschwemmungen und die Bildung von Tonsteinen. Am Ende des Keupers – im Rhät – beendeten tektonische Bewegungen und ein Absinken des Meeresspiegels die Sedimentation der Trias.

In einzelnen Schichten des Keupers zeigen Überreste mariner Fauna, vor allem Muscheln, immer wieder Überflutungsphasen an. In Trockenphasen bildeten sich in den Sumpfgebieten der Flussdeltas gewaltige Wälder aus Schachtelhalmen. Auch Koniferen, Farne, Bärlappgewächse und sogar Pilze breiteten sich aus. In den sumpfigen Gewässern lebten Würmer, Krebstierchen und Fische; Insekten und Käfer bevölkerten die Pflanzen und kleinere Saurier durchstreiften das Gebiet.